Ihre Geschichte geht weit zurück. König Canute´s Forest Gesetz von 1016 beurkundet die Anwesend- heit von Pferden unter den anderen wilden Tieren des Forest, nur wie und wann die Ponys in den Privatbesitz gelangten ist nicht sicher und unglücklicherweise haben nur wenige geschriebenen Berichte die Jahre überstanden.

Aber im allgemeinen scheinen die New Forest Ponys immer für Ihre Gelehrig- keit, Ausdauer, Stärke und Trittsicherheit geschätzt worden zu sein.

Vor fast 1000 Jahren erklärte der damalige englische König William Rufus, ein riesiges zusammenhängendes Waldgebiet zwischen Southamton und dem heutigen Bournemouth zum „Neuen Jagdgebiet“, aus dem der „New Forest“ wurde. Schon damals lebten in diesem Gebiet wie auch in den anderen Teilen des südwestlichen Zipfels der Insel kleine Pferde auf freiem Fuß.

 

 

 

 

Durch die Jahrhunderte mussten die Tiere der Zivilisation weichen und fanden ihre Ruhe in den heutigen Exmoor- und Dartmoor-Landschaften sowie dem New Forest-Gebiet.

Von Zeit zu Zeit wurden Vollblut und Arabischesblut hinzugeführt um das Aussehen zu verbessern und um die Größe zu erhöhen, aber es dauerte bis zum Ende des neunzehnten Jahrhunderts, das systematische Versuche unternommen wurden um die Zucht zu verbessern.

1891 wurde die Gesellschaft für die Verbesserung des New Forest Ponys gegründet um Prämien für geeignete Hengste anzubieten die im Forest laufen sollten. 1906 begann die Burley & District New Forest Pony Breeding & Cattle Society Stuten und Nachzucht zu registrieren und veröffentliche ihr erstes Stutbuch 1910. Zu der Zeit gab es die allgemein anerkannte Theorie das der beste Weg um die Zucht zu verbessern, der sei Hengste anderer heimischer Rassen einzuführen und wie die ersten Stutbücher zeigen, ergeben die akzeptierte Hengste für die New Forest Ponys, eine seltsame Ansammlung. Von 1914 bis 59 wurden die Eintragungen  im Stutbuch der National Pony Society aufgezeichnet. 1938 schlossen sich die beiden lokalen Gesellschaften zusammen und seit Mitte der 30er Jahre ist kein fremdes Blut mehr erlaubt. 1960 fing die New Forest Pony Breeding & Cattle Society ihr eigenes Stutbuch zu veröffentlichen und tut es bis heute.

 

 

 

 

Das heutige Bild des New Forest wird geprägt von ausgedehnten Farn- und Weideflächen, die durchsetzt sind  mit Mooren und Waldstücken, in denen man manch mächtigen Baumriesen als Zeugen vergangener üppiger Vegetation findet.

 Dies ist die Heimat des gleichnamigen Ponys, das sich der durch den Menschen veränderten Landschaft anpassen musste und das sich durch die Zeit auf verkargten Böden zur Genügsamkeit und Härte entwickeln musste.

 

 

 

 

 

Eigenschaften, die sich in der heutigen Zucht in ausgeprägter Leichtfuttrigkeit und Gesundheit erhalten haben.

In die sanfte Hügellandschaft des New Forest eingebettet, liegen kleinere Ortschaften und Farmen. Die Menschen hier leben mit und für die Pferde. Man hat sich aneinander angepasst. Denn es ist bezeichnend für die Rasse, dass, obwohl von Geburt an sich selbst überlassen, die Tiere, wenn sie einmal in Menschenhand kommen, sich leicht zähmen und einreiten lassen, sich in die menschliche Gemeinschaft einfügen und bereitwillig lernen.

Der größte Teil der freilebenden Herden hat sich der Zivilisation schon angeschlossen und beweißt in einträchtiger Formation vor Gasthaustüren, auf Straßen und Wegen, Gelassenheit und Ruhe. Weitere Eigenschaften, die diese Rasse auszeichnen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aber auch reines unverfälschtes Pferdeleben kann man beobachten, wie diesen Hengst, der in brusthohem Farn argwöhnisch durch eine Lücke in seinem Stirnhaar den näherkommenden Menschen beobachtet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gleich wird er ohne erkennbare Vorzeichen sich herumwerfen, seine etwas abseits grasende Herde umkreisen und mit Schnauben und Wiehern abtreiben. Diese „Tierpersönlichkeiten“ waren von jeher eine Herausforderung für den Menschen. Oftmals mit nur viel List fing er sie ein und züchtete mit ihnen kontrolliert weiter

     

 

   
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